Nach wiederholter „Schutzhaft“ in Koblenz wurde Johann Dötsch im Zuge der sogenannten „A-Kartei-Aktion“ Anfang September 1939 in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin verschleppt. Im April 1945 musste er schließlich von dort mit 33.000 weiteren Häftlingen den „Todesmarsch“ an die Ostsee antreten. Bei Kriegsende kam er auf diesem Marsch jedoch frei und schrieb das Erlebte in seinem „Tagebuch gegen das Vergessen“ nieder.
Bei der Veranstaltung des Fördervereins Mahnmal Koblenz in der SGD Nord wird dieses Zeitzeugnis in Form eines Radiobeitrags vorgestellt. Darüber hinaus beleuchtet der Vortrag das bewegte Leben Johann Dötschs, der nach dem Krieg Präsidialdirektor der Provinz Rheinland/Hessen-Nassau wurde, und der 1946 an den Folgen der erlittenen KZ-Haft verstarb.
Der Vortrag findet am Donnerstag, 27. März 2025 ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal der SGD Nord statt. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe „Koblenz erinnert: 80 Jahre Kriegsende und Befreiung“ der Stadt Koblenz. Die SGD Nord ist Mitglied und Kooperationspartner des Fördervereins Mahnmal Koblenz.
Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe sind auf der Internetseite des Fördervereins Mahnmal Koblenz zu finden sowie auf der Internetseite der Partnerschaft für Demokratie Koblenz.