Nach 24 Jahren bei der SGD Nord: Joachim Gerke in den Ruhestand verabschiedet

Er kennt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord seit Stunde null – nach 24 Jahren Dienstzeit wurde der langjährige Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz (WAB) der SGD Nord, Joachim Gerke, mit Wirkung zum 31.03.2024 durch Präsident Wolfgang Treis in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis versetzt Joachim Gerke im Beisein zahlreicher geladener Gäste in den Ruhestand
SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis überreicht die Urkunde zur Ruhestandsversetzung an Joachim Gerke. V. l. n. r.: Cornelia Weigand, Landrätin des Landkreises Ahrweiler, SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis, Joachim Gerke, Staatssekretär des Klimaministeriums Dr. Erwin Manz, SGD-Nord-Vize-Präsident Prof. Dr. Martin Kaschny. Dahinter: Stadtbürgermeister Guido Orthen sowie weitere Vertreter der kommunalen Familie aus dem Ahrtal, Joachim Gerkes Nachfolger Thomas Müller, Staatssekretäre und SGD-Nord-Präsidenten a. D. Uwe Hüser sowie Dr. Ulrich Kleemann, Universitätsvertreter, Vertreter des Landesamts für Umwelt, Vertreter des Landesamts für Geologie und Bergbau sowie Vertreter der Führungsriege der SGD Nord.

„Mit Joachim Gerke geht ein sehr geschätzter Abteilungsleiter in den Ruhestand, der durch seine beeindruckende Fachkompetenz überzeugt hat und darüber hinaus auch menschlich eine große Bereicherung nicht nur für die Mitarbeitenden der SGD Nord war. Mit beispiellosem Engagement hat er auch in brenzligen Situationen die Vermittlerrolle übernommen und stets lösungsorientiert gehandelt, getreu seinem Motto: Dem Ingenieur ist nichts zu schwör!“, betonte der SGD-Nord-Präsident im Rahmen seiner Verabschiedung.

Auch Klimaschutzministerin Katrin Eder richtete sich mit persönlichen Worten an Joachim Gerke: „Herr Gerke, Sie stehen für eine Verwaltung, die so ganz anders ist als das Klischee. Sie gehen raus, sprechen mit den Menschen und versuchen mit aller Kraft, Dinge möglich zu machen für die Bürgerinnen und Bürger im Land. Auch im Rahmen der Flutkatastrophe und dem Wiederaufbau waren Sie wirklich eine der zentralen Figuren im Umweltbereich des Landes Rheinland-Pfalz. Ich wünsche Ihnen alles Gute, vor allem Gesundheit und dass Sie Ihren Ruhestand lange und gut genießen können.“

Auch die Landrätin des Landkreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, ließ es sich im Beisein vieler externer und interner Gäste nicht nehmen, das herausragende Engagement von Joachim Gerke im Rahmen der Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe zu würdigen und ihm dafür zu danken. „Ich danke Ihnen von Herzen für Ihren unermüdlichen Einsatz. Mit höchstem Engagement haben Sie den Aufbau des Ahrtals begleitet. Als verlässlicher Ansprechpartner haben Sie Privatpersonen wie Mitarbeitende beraten und durch Ihre besondere Art, die große fachliche Expertise mit einer guten Portion Empathiefähigkeit vereint, in schwierigen Fragen Wege aufgezeigt und für manche schier unlösbaren Probleme pragmatische Lösungen gefunden.“

Doch nicht nur im Rahmen der Flutkatastrophe hat sich Joachim Gerke durch besonderes Engagement hervorgetan: Auch im Zusammenhang mit dem Naturraum „Westerwälder Seenplatte“ hat er eine bedeutende Rolle eingenommen. So war Joachim Gerke von Beginn an in das Projekt zur Finanzierung und dauerhaften Seeunterhaltung involviert und hat dieses maßgeblich vorangetrieben. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) war er an den Verhandlungen mit dem Naturschutzbund (NABU) als heutigem Eigentümer beteiligt und legte somit die Basis für die spätere vertragliche Einigung zwischen dem Land und NABU. Auch durch seinen Einsatz für die Umsetzung der notwendigen Ertüchtigungsmaßnahmen leistete Joachim Gerke einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des landschaftlich und naturschutzfachlich bedeutsamen Naturraums.

Zum Hintergrund

Nach dem Studium verschlug es Joachim Gerke nach Rheinland-Pfalz, wo er für mehrere Jahre bei dem damaligen Wasserwirtschaftsamt Trier, dem damaligen Ministerium für Umwelt und Forsten (MUF) Rheinland-Pfalz sowie dem damaligen Staatlichen Amt für Wasser und Abfallwirtschaft Trier tätig war. Nach der Neuorganisation der Landesverwaltung im Jahr 2000 entstanden die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt und die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier als neue Mittelbehörden. In die neuen Behörden wurden insgesamt 30 bis dahin selbständige Behörden eingegliedert, unter anderem die staatlichen Gewerbeaufsichtsämter und die Staatlichen Ämter für Wasser- und Abfallwirtschaft. Bei der SGD Nord war Joachim Gerke zunächst acht Jahre lang als Referatsleiter der Regionalstelle Trier mit den Aufgaben Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz tätig, bevor er 2008 zum Abteilungsleiter im gleichen Aufgabenbereich der SGD Nord befördert wurde.

Im Rahmen der Verabschiedung von Herrn Gerke wurde sein bisheriger Stellvertreter Thomas Müller von Präsident Wolfgang Treis zu dessen Nachfolger ernannt. Er wünschte Thomas Müller eine stets glückliche Hand in seiner neuen Aufgabe und Joachim Gerke viel Freude und vor allem Gesundheit im „Unruhestand“!

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