HQ100 validiert 

Aufgrund der vielfältigen laufenden und noch geplanten Baumaßnahmen im Infrastrukturbereich und zur Gewässerwiederherstellung an der Ahr und den Nebengewässern bleiben die bestehenden Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im Bereich der Ahr zunächst unverändert. Damit kann auch das Überschwemmungsgebiet (ÜSG) an der Ahr zunächst noch nicht angepasst werden.

Zur bestmöglichen Unterstützung der Betroffenen im Rahmen des Wiederaufbaus wurden die dem vorläufig gesicherten ÜSG zugrunde liegenden Daten gleichwohl weiter validiert und die Pegelzeitreihen u. a. um bis zu fünf historische Hochwasserereignisse erweitert sowie weitere Erkenntnisse zum Hochwasser 2021 ergänzt. Das Ergebnis wird als HQ100 validiert bezeichnet.

Mit diesem Ergebnis und weiteren, aktualisierten Geodaten wurden flächenhafte Darstellungen der Wasserausdehnung sowie Informationen zu Fließgeschwindigkeit und -richtung erzeugt. 

Dabei wurde das gleiche hydraulische Modell verwendet, das für die restlichen Gewässer des Landes bei der Aktualisierung der Hochwassergefahrenkarten genutzt wird. 

Eine flächenhafte Darstellung der Wasserausdehnung sowie Informationen zu Fließgeschwindigkeit und -richtung bei HQ100 validiert sowie HQextrem und HQ10 finden Sie hier.

 

Folgen für den Wiederaufbau von Infrastruktur und Wohnbauvorhaben 

Für die Ausweisung von Baugebieten oder die Erteilung von Baugenehmigungen ist weiterhin das 2021 vorläufig gesicherte ÜSG der Ahr maßgebend.

Die neuen Arbeitskarten ermöglichen es den Betroffenen, ihren Planungen die Abflusswerte des HQ100 validiert zugrunde zu legen.

Dabei kann der nach Art, Lage und Umfang an diese Abflusswerte angepasste Wiederaufbau gefördert werden. Sofern mit Maßnahmen bereits begonnen wurde, ist auch eine mögliche Anpassung noch förderfähig, soweit damit nicht der Rückbau von Bauteilen verbunden ist. Dies gilt auch, wenn die Maßnahme bereits fertiggestellt ist.