Ziele und Fristen

Die Richtlinie schafft einen Ordnungsrahmen für den Schutz der Binnenoberflächengewässer, der Übergangsgewässer, der Küstengewässer und des Grundwassers. Zu den allgemeinen Zielen in Artikel 1 der WRRL zählen unter anderem die Förderung einer nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen, die schrittweise Reduzierung bzw. das Beenden des Einleitens prioritärer Stoffe, die Reduzierung und Verhinderung der Verschmutzung von Grundwasser sowie die Minderung der Auswirkungen von Überschwemmungen und Dürren. Des Weiteren sollen aquatische Ökosysteme sowie Landökosysteme, die direkt vom Wasser abhängen, geschützt und ihr Zustand verbessert werden (EG 2000). Die eigentlichen Umweltziele der WRRL werden für Oberirdische Gewässer und für Grundwasser verbindlich festgelegt und sollen bis 2015 erreicht werden (Verlängerung bis 2021 oder ggfs. bis 2027 möglich). 

Fristen

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) enthält eine ganze Reihe von Fristen, innerhalb derer die rechtliche Umsetzung, die Bestandsaufnahme, die Überwachungsprogramme, die Maßnahmenprogramme und die Bewirtschaftungspläne fertig gestellt sein müssen und vor allem, wann das Ziel eines guten Gewässerzustandes erreicht werden soll. Die Wasserrahmenrichtlinie sieht für die Verbesserung des Gewässerzustands drei Arbeitsphasen von jeweils sechs Jahren Länge vor. Im derzeit laufenden zweiten Bewirtschaftungszeitraum (2016-2021) befinden sich die im fortgeschriebenen Maßnahmenprogramm beschriebenen Maßnahmen in der Planung und Umsetzung. Nach EG-WRRL ist in einem dreistufigen Beteiligungsverfahren, jeweils für die Bewirtschaftungsplanperioden 2010 - 2015, 2016 - 2021 und 2022 - 2027, zu dem Zeitplan und Arbeitsprogramm, zu den wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen und zum Entwurf des Bewirtschaftungsplans Stellung zu nehmen.

 

 

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