Verwertung in technischen Bauwerken

Eine ordnungsgemäße Verwertung von Boden- oder Bauschuttmaterial ist immer dann gegeben, wenn ein Nutzen erkennbar ist. Dies ist u. a. dann der Fall, wenn dieses Material in technischen Bauwerken verwendet wird. Als technische Bauwerke werden mit dem Boden verbundene Anlagen bezeichnet, die technische Funktionen erfüllen, z.B.:

  • Lärm- und Sichtschutzwälle,
  • Straßen,
  • Straßendämme,
  • Tragschichten für technische Bauwerke.

In Abhängigkeit von den festgestellten Schadstoffgehalten wird das zu verwertende Bodenmaterial Einbauklassen (Z1.1, Z 1.2, Z 2) zugeordnet. Der Einstufung in die entsprechenden Einbauklassen gehen i. d. R. chemisch-analytische Untersuchungen voraus.

Im ALEX-Infoblatt 26 werden die Anforderungen für die Verwertung von Boden- und/oder Bauschuttmaterial unterhalb einer durchwurzelbaren Bodenschicht zur Herstellung einer technischen Funktion zahlreiche Fallgestaltungen detailliert beschrieben. 

Hinweise

Boden mit mineralischen Fremdbestandteilen > 10 Vol. % gilt als Bauschutt.

Boden und Bauschutt > Z 2 (Feststoff) TR Boden sind als gefährliche Abfälle einzustufen und gegenüber der SAM andienungspflichtig.

 

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ALEX Infoblatt 26

 

Straßenbauabfälle

Bei der Entsorgung von Straßenbauabfällen sind in den letzten Jahren immer wieder Fragestellungen aufgetreten, wie z.B. zur Erkennung belasteter Materialien auch in den unteren Straßenschichten oder zu den Anforderungen an das Kaltrecyclingverfahren.
Im September 2002 wurde daher der Arbeitskreis Straßenbauabfälle Rheinland-Pfalz gegründet Die Federführung obliegt dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht. Weitere Informationen zum Arbeitskreis und die bisher erschienenen Veröffentlichungen finden Sie auf der Homepage des LfU:

Stoffstrommanagement in der Bauwirtschaft