Erste Ergebnisse der Bodenuntersuchungen in den Flutgebieten

Die jüngste Flutkatastrophe an der Ahr und in der West-Eifel hatte vermutlich ein Austreten von Schadstoffen aus gewerblich-industriellen Anlagen oder Lagerbereichen sowie Heizölaustritte aus Lagertanks (hier vornehmlich im privaten Bereich) zur Folge. Erfahrungsgemäß ist aufgrund des starken Verdünnungsgrades grundsätzlich nicht mit daraus resultierenden diffusen Bodenbelastungen zu rechnen. Insbesondere Heizölkontaminationen werden nach Hochwasserkatastrophen i.d.R. innerhalb weniger Wochen und Monateabgebaut. Der Abbau erfolgt über Verdunstung, Fotooxidation und mikrobiellen Abbau.

Dennoch wurden aus Vorsorgegründen zwei Ingenieurbüros mit der Erkundung potenzieller flutbedingter Bodenbelastungen im Ahrtal und in der Westeifel beauftragt.

Im Rahmen der im September 2021 durchgeführten Untersuchungen wurden Sediment- oder Oberbodenproben auf insgesamt 64 Kinderspielflächen, welche die sensibelste Nutzung darstellen, untersucht. Ergänzend wurde auf 60 Flächen mit besonders hohem Belastungspotential eine Beprobung der abgelagerten Sedimente (worst-case-Betrachtung) durchgeführt.

Je Fläche wurde eine Mischprobe der Sedimentablagerungen bzw. der obersten Schicht (0 – 10 cm) des gewachsenen Bodens entnommen und auf die Schadstoffparameter gemäß Bundes-Bodenschutzverordnung für den Wirkungspfad Boden-Mensch, ergänzt um die Parameter der LAGA TR Boden 2004 (Feststoff) analysiert.