SGD Nord: Erweiterung Industriepark Region Trier – Raumordnerische Prüfung positiv abgeschlossen

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat als Obere Landesplanungsbehörde die vereinfachte raumordnerische Prüfung für die geplante Erweiterung des Industrieparks Region Trier mit einem positiven Entscheid abgeschlossen.

Die SGD Nord hat nach ihrer raumordnerischen Gesamtabwägung im Ergebnis festgestellt, dass die geplante Erweiterung des Industrieparks Region Trier mit den Zielen, Grundsätzen und sonstigen Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist. Diese Erfordernisse ergeben sich aus dem Landesentwicklungsprogramm IV, dem regionalen Raumordnungsplan Region Trier sowie dem Entwurf der Neuaufstellung dieses Regionalplans. Danach überwiegen die positiven Effekte des Projekts, insbesondere zur weiteren Stärkung der Wirtschaftskraft der Region Trier, die zu kompensierenden Eingriffe in die landwirtschaftlichen Strukturen sowie die weiteren Naturgüter.

Der Zweckverband Industriepark Region Trier hatte den Antrag bei der SGD Nord gestellt. Ziel ist die Erweiterung des bereits bestehenden Industrieparks in den Ortsgemeinden Föhren und Hetzerath in einer Größenordnung von rund 45 Hektar in der Gemarkung Hetzerath. Damit soll ein bedarfsgerechter Ausbau des Industrieparks als Gewerbestandort mit überregionaler Bedeutung realisiert werden. Zudem soll auch künftig ein qualitativ hochwertiges Angebot an gewerblichen Bauflächen in guter Lage für eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung in der Region Trier zur Verfügung gestellt werden. Der Industriepark ist durch den unmittelbaren Anschluss an die Bundesautobahn A 1 verkehrstechnisch sehr gut angebunden.

Im Verfahren wurden die betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften und weiteren Fachstellen beteiligt. Diese begrüßten das Vorhaben und trugen keine grundsätzlichen Bedenken vor.

Das positive Prüfergebnis ergeht unter Maßgaben und Hinweisen, die in der nachfolgenden Bauleitplanung zu berücksichtigen sind. Im Bebauungsplan für das Erweiterungsgebiet ist mit Blick auf den Standort und die Zweckbestimmung des Industrieparks festzuschreiben, dass die Erweiterungsfläche überwiegend der Ansiedlung von autobahn-affinen Betrieben wie beispielsweise Logistik-, Fuhr- und Transportunternehmen sowie von produzierenden Unternehmen ab einem Flächenbedarf von 1 Hektar, vorbehalten bleibt. Zu den landwirtschaftlichen Belangen wird vorgegeben, dass den betroffenen Betrieben die durch die geplante Erweiterung entstehenden Flächenverluste in qualitativer und quantitativer Hinsicht auszugleichen sind.

Auf der nachfolgenden Verfahrensebene geht es um die vertiefende Untersuchung der in den Antragsunterlagen beschriebenen umweltrelevanten Auswirkungen des Vorhabens auf die Belange von Natur und Landschaft sowie der Wasserwirtschaft. Zudem spielen die immissionsschutzrechtlichen Gesichtspunkte, die Belange der Rohstoffgewinnung und der Rohstoffsicherung sowie eine landschaftsgerechte Einbindung der baulichen Anlagen eine wichtige Rolle.


Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de