SGD Nord: Bürgerforum zur Studie Gewässerunterhaltung im Einzugsgebiet der Dhron – Anwohner gaben zahlreiche Anregungen

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat am 28.11.2017 ein Bürgerforum für die Gemeinden an Dhron, Kleiner Dhron und Thalfanger Bach in Neumagen-Dhron durchgeführt. Dabei wurden Zwischenergebnisse aus einer durch die SGD Nord beauftragten Projektstudie vorgestellt. Diese untersucht den Zusammenhang zwischen naturnaher Gewässerunterhaltung und möglicher Auswirkungen auf Hochwassergefahren beispielhaft am Gewässersystem der Dhron.

Nach einer Einführung zum Thema Hochwasserrisikomanagement durch Mitarbeiter der SGD Nord, stellte das beauftragte Ingenieurbüro Hydrotec den circa 50 Gästen die Zwischenergebnisse in einer anschaulichen Präsentation vor. In der sich anschließenden Diskussionsrunde unter der Leitung des Informations- und Beratungszentrums Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz, wurden Fragen beantwortet und Anregungen aufgenommen. Dabei thematisierten die Teilnehmer unter anderem die Regelung der Dhrontalsperre und die Geländeaufhöhungen der Talaue. Auch Fragen zur Zuständigkeit für die Entfernung von Gehölzen oder Bäumen aus den Gewässern konnten geklärt werden.
 
Die konstruktiven Beiträge fließen nun in die weitere Projektbearbeitung ein. Nach Abschluss der Projektstudie im Frühjahr des kommenden Jahres werden die Ergebnisse, insbesondere die Entwicklung möglicher Maßnahmen, erneut in einem abschließenden Bürgerforum vorgestellt.
 
Hintergrund:
Im Sinne der ökologischen Gewässerentwicklung soll die Gewässerunterhaltung im Einzugsgebiet der Dhron reduziert werden. Die Hochwasserpartnerschaft (HWP) Mittelmosel gab dabei zu bedenken, dass dadurch die Hochwassergefährdung für die Region ansteigen kann. Denn jüngere Starkregenereignisse zeigen, dass es gerade in kleineren Einzugsgebieten in Verbindung mit Totholz und ungesichertem Treibgut zu erheblichen Schäden gekommen ist.
 
Die verantwortlichen Behörden haben daher im Hochwasserrisikomanagement-Plan zunächst eine Pilotuntersuchung vorgesehen. Diese soll Wege und Maßnahmen aufzeigen, ob und wie gegebenenfalls eine natürliche Gewässerentwicklung ohne Erhöhung der Hochwasserrisiken möglich ist.
 
Als Obere Wasserbehörde hat sich die SGD Nord das Thema Hochwasserschutz als Arbeitsschwerpunkt gesetzt. Dazu gehören unter anderem der Bau von technischen Hochwasserschutzanlagen, die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten, die fachliche Beratung von Kommunen sowie die Hochwassermeldezentren „Mosel“ und „Nahe/Lahn/Sieg“.