SGD Nord: Bald starten Sanierungsarbeiten der Ufermauer am Hahnenbach in Kirn

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord teilt mit, dass in Kürze die Sanierungsarbeiten an der Ufermauer entlang der Schulstraße am Hahnenbach in Kirn beginnen sollen. Deshalb laden Vertreter der SGD Nord und der Stadt Kirn die Anlieger und interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung am

 

Dienstag, den 07. August 2018, ab 19.00 Uhr, in das Gesellschaftshaus Kirn, Neue Straße 13

 

ein.

Die Ufermauer am Hahnenbach wurde bereits vor 1900 errichtet, um durch eine Bachbettaufweitung den Hochwasserabfluss in der Ortslage zu verbessern und das Ufer zu schützen. Diese in die Jahre gekommene und inzwischen schadhafte Ufermauer ist Gewässerbestandteil des seinerzeit ausgebauten Hahnenbaches (Gewässer II. Ordnung), sodass die gesetzliche Gewässerunterhaltungspflicht dem Landkreis Bad Kreuznach obliegt. Aufgrund der besonderen wasserwirtschaftlichen Bedeutung des Hahnenbaches werden die Unterhaltungsmaßnahmen durch das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch die SGD Nord, durchgeführt, der Landkreis trägt ein Drittel der Kosten.

Bereits im Jahre 1987 wurde festgelegt, dass sich auch die Stadt Kirn mit 10 % an den Kosten beteiligen muss, da die Ufermauer auch als Stützmauer der anliegenden Schulstraße dient. Diese Kostenregelung ist weiterhin aktuell.

Eine im Auftrag der SGD Nord durchgeführte Begutachtung der schadhaften Ufermauer hatte ergeben, dass die Standsicherheit nicht mehr in vollem Maße gegeben ist. Dies führte dazu, dass die Ufermauer zur Gefahrenabwehr teilweise gesichert werden musste. Ebenso wurde eine Lastbeschränkung der Schulstraße auf 3,5 Tonnen vorgenommen und ein 2 Meter breiter Streifen entlang der Ufermauer für den Straßenverkehr abgesperrt. So konnte erreicht werden, dass die Schulstraße bis zur Sanierung wenigstens einspurig befahrbar blieb, sodass die Anwohner mit ihren Fahrzeugen weiterhin ihre Häuser anfahren können. Für Fahrzeuge der Müllabfuhr gibt es eine Sondergenehmigung.

Im Auftrag der SGD Nord wurde die Bausubstanz der Ufermauer durch Schürfe und Probebohrungen untersucht. Die beauftragten Gutachter kommen nach statischen Berechnungen zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung der Ufermauer unter Verwendung der bestehenden Bausubstanz möglich ist und auf einen aufwendigen Neubau verzichtet werden kann. Die detaillierten Berechnungs- und Planungsergebnisse werden bei der Informationsveranstaltung durch die SGD Nord vorgestellt.

Durch eine Änderung und Modifizierung des Baukonzeptes wird es nun möglich, dass die Schulstraße auch während der Mauersanierung weiterhin einspurig befahren werden kann. Die Baukosten einschließlich Nebenkosten werden durch die SGD Nord mit circa 1,4 Mio. EUR kalkuliert. Die Bauarbeiten sollen nach öffentlicher Ausschreibung möglichst noch im August 2018 beginnen und 2019 abgeschlossen werden.


Weitere Infos unter www.sgdnord.rlp.de.