SGD Nord: 800.000 Euro für den Anschluss der Kläranlage Kürrenberg an die Kläranlage Mayen

Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, überreichte im Auftrag von Umweltministerin Ulrike Höfken einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 800.000 Euro an den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung in Mayen. Die Fördersumme ist für den Anschluss der Kläranlage (KA) Kürrenberg an die Kläranlage (KA) Mayen bestimmt.

„Mit dieser Summe fördert das Land Rheinland-Pfalz die prognostizierten Gesamtkosten dieser Maßnahme von 2 Millionen Euro zu 40 Prozent und trägt damit zu einer Verbesserung der Abwasserreinigung der Stadt Mayen sowie zu einer deutlichen Reduzierung der Phosphor-Einträge in  den Trill- und  den weiterführenden Elzbach bei, so Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

„Die finanzielle Unterstützung durch das Umweltministerium ermöglicht uns wichtige Umweltschutzmaßnahmen zu betreiben“, so Oberbürgermeister Wolfgang Treis. Er bedankte sich für die Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz.

Die finanzielle Förderung des Landes macht den Anschluss des Einzugsgebiets der Kläranlage Kürrenberg an die Kläranlage Mayen möglich. Dazu werden ein Pumpwerk und eine rund 4 Kilometer lange Druckleitung gebaut. Bereits im Jahr 2016 förderte das Land Rheinland-Pfalz mit 27.000 Euro eine Studie zum Kostenvergleich. Ergebnis war, dass der Anschluss der Kläranlage Kürrenberg an die Kläranlage Mayen gegenüber einer Sanierung als wirtschaftlichste Lösung anzusehen ist.

Bisher wird das Abwasser im Stadtteil Mayen-Kürrenberg aufgrund der Topographie zweigeteilt entsorgt. Der nördliche Bereich entwässert über den Stadtteil Nitztal zur Kläranlage Mayen. Für alle weiteren Gebiete wird derzeit die eigene Kläranlage Kürrenberg mit einer Kapazität von 1.500 Einwohner unterhalb der Ortslage mit Einleitung in den Trillbach vorgehalten. Nach über 40 Jahren Betrieb ist diese Kläranlage sanierungsbedürftig. Zudem sind die Nährstoffbelastungen des kleinen Gewässers Trillbach und des weiterführenden Elzbaches durch die Kläranlageneinleitung hoch.

Mit dem Anschluss der Kläranlage Kürrenberg an die Kläranlage Mayen wird der Schmutzfrachteintrag in den Trillbach sowie den Elzbach zukünftig wesentlich verringert. Der Phosphoreintrag aus der Kläranlage Kürrenberg in den Trillbach mit bis zu 4,0 mg/l entfällt zukünftig vollständig. Die Reinigungsleistung der modernen KA Mayen wird durch den Anschluss von der Kläranlage Kürrenberg nicht beeinträchtigt. Der Phosphoreintrag in die Nette von max. 2,0 mg/l wird weiter unverändert eingehalten.

Die Auflassung der Kläranlage Kürrenberg und die zukünftige Behandlung des Abwassers in der Kläranlage Mayen ist eine Maßnahme zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Diese fördert die angestrebte Reduzierung der Phosphor-Einträge aus der kommunalen Kläranlage Kürrenberg in das Wasserrahmenrichtlinien-Schwerpunktgewässer Elzbach. Deshalb erhält der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Mayen zu den sonstigen Fördersätzen einen Zuschuss von 20 % auf die förderfähigen Investitionskosten zusätzlich.

Die SGD Nord begleitet das Gesamtprojekt fachlich in enger Abstimmung mit dem Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Mayen. Dazu zählen die technische Beratung bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen sowie die finanzielle Abwicklung der Förderung.

Weitere Informationen unter: www.sgdnord.rlp.de