Planungswettbewerb Loreley-Plateau: 1. Preis an baukonsult-knabe Architekten-Ingenieure-Gesamtplaner GmbH

In seiner gestrigen Sitzung hat das hochkarätig besetzte Preisgericht den Siegerentwurf im europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb gekürt. baukonsult-knabe Architekten-Ingenieure-Gesamtplaner GmbH, mit plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Pohl Architekten, und Stadtplanungsbüro Wilke, alle Erfurt. Der erste Preis ist mit einem Preisgeld von 28.000,- € dotiert.

„Ich bin sehr beeindruckt von dem Ideenreichtum und dem klaren Ansatz des Siegerentwurfes. Er berücksichtigt die Potentiale des Standorts mit Felsen, Panorama und Topographie, sowie die Mystik der Loreley", so SGD Nord Präsident und Sachpreisrichter Dr. Ulrich Kleemann.

Zur Auswahl standen insgesamt 25 Entwürfe von erfahrenen und renommierten Planungsbüros aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland. Alle fachlich versierten Namen der Planungsszene sind vertreten und haben sich mit vielfältigen Fragestellungen auseinandergesetzt: Wie inszeniere ich den Mythos der Loreley? Wie stärke ich die kulturelle Identität und das touristische Profil des Plateaus? Zudem mussten die Forderungen der UNESCO integriert, Lösungen für ein Verkehrskonzept angeboten, die Anforderungen der Freilichtbühne berücksichtigt und die Vorstellungen des Hotelinvestors sowie die Ansprüche von Naturschutz und Denkmalpflege bedacht werden. Die Herausforderung an jeden Planer war es, all diese Themenfelder in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu integrieren.

Das neunköpfige <media 131916 - - "Mitglieder/innen des Preisgerichts">Preisgericht</media> setzt sich zusammen aus fünf Fachpreisrichtern, die Experten in den Bereichen Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, und Denkmalschutz sind, sowie vier Sachpreisrichtern, die die Interessen des Oberen Mittelrheintals, des Maßnahmenträgers sowie des Investors vertreten. Begleitet wird das Wettbewerbsverfahren von einer <media 133984 - - "Mitglieder/innen der Lenkungsgruppe">Lenkungsgruppe</media>, der alle Personen und Institutionen angehören, denen im Kontext der Projektentwicklung eine wesentliche Rolle zukommt. Maßnahmenträger ist der Planungsverband Loreley, dem die Verbandsgemeinde Loreley, die Stadt St. Goarshausen und die Ortsgemeinde Bornich angehören.

Das Wettbewerbsverfahren konnte mit Mitteln des Ministeriums der Finanzen und des Leader-Programms sowie mit finanzieller Unterstützung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal realisiert werden. Zeitnah möchte man in den Umsetzungsprozess einsteigen. Bei der Umsetzung des Projekts ist einer der Preisträger, in der Regel der Gewinner, unter Berücksichtigung der Empfehlung des Preisgerichts mit den weiteren Planungsleistungen zu beauftragen. Zu diesem Zweck werden zu gegebener Zeit Auftragsgespräch mit den Preisträgern stattfinden.

„Das Engagement aller Beteiligten ist groß", zeigt sich die Leiterin der Lenkungsgruppe, SGD Nord Vizepräsidentin Begoña Hermann, optimistisch. „Das ist ein wesentlicher Garant für den Erfolg. Wir gehen davon aus, dass dieses Projekt wertvolle Impulse für die touristische Entwicklung der gesamten Region mit sich bringt". Auch VG Loreley Bürgermeister Werner Groß ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Es war ein sehr interessanter Tag mit wertvollen Beiträgen zur Fortentwicklung des Loreley-Plateaus. Schlussendlich konnte ein eindeutiger Sieger ermittelt werde."

Die Planungsergebnisse werden der Öffentlichkeit am 15. Januar 2015 im Rahmen einer Ausstellung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord präsentiert.

2. Preis: Hahn Hertling von Hantelmann Landschaftsarchitekten GmbH, mit kleyer.kolbitz.letzel.freivogel Gesellschaft von Architekten mbH, Christian Barthelmes (Konzept und Szenographie) und Matthias Grobe (Visualisierungen), Berlin. 

3. Preis: Rita Lex-Kerfers (Lex Kerfers_Landschaftsarchitekten), Bockhorn mit Michael Gebhard, Architekt und Stadtplaner (Morpho-Logic Architektur + Stadtplanung), München.

4. Preis: Dipl.-Ing. Timo Herrmann (bbz landschaftsarchitekten), Berlin mit Dipl.-Ing.(FH) Thomas Böhm (Böhm Architekten), Potsdam und Dr.-Ing. Lars Böllling (UmbauStadt GbR), Berlin.

Anerkennung: Franz Reschke Landschaftsarchitektur), Berlin mit Heinz Tibbe und Nicole Schlieker (Gruppe Planwerk Stadtplaner Architekten Ingenieure GbR)