Orchideenblüte im Naturschutzgebiet Eiderberg bei Freudenberg

Das Naturschutzgebiet „Eiderberg bei Freudenburg" nahe der saarländischen Grenze zeichnet sich durch einen außerordentlichen Orchideenreichtum aus. Gut 20 von insgesamt rund 68 in Deutschland anzutreffenden Arten sind hier zu finden, was für das nur 34 ha große Gebiet eine bedeutende Artenzahl ist.

Unter der Leitung der Biotopbetreuerin Elke Rosleff Sörensen nahmen Vertreter der Naturschutzbehörden, des ehrenamtlichen Naturschutzes, der Gemeinde und des Landkreises die in diesem Jahr sehr frühe Orchideenblüte zum Anlass, sich über den Pflegezustand des Naturschutzgebiets zu informieren und zu erfahren, welche Maßnahmen in Zukunft geplant sind.

Auch die für den Bereich des Naturschutzes zuständige Vizepräsidentin der SGD Nord, Begoña Hermann, verschaffte sich gemeinsam mit dem Referatsleiter für Naturschutz, Dr. Roland Pietsch, einen persönlichen Eindruck vor Ort.

Nur durch gezielte Biotoppflege kann diese Vielfalt bewahrt bleiben. Früher wurde das Gebiet von verschiedenen Weidetieren aus der nahen Ortschaft Freudenburg beweidet. Es stellte einen Teil der „Allmende" dar, einer Weide, die von allen Viehhirten der Umgebung genutzt und gepflegt wurde. Wenn Weidetiere ausbleiben, müssen diese Flächen jedoch maschinell oder gar von Hand offen gehalten werden. Besonders aufwendig ist die Offenhaltung der Kalkmagerrasen. Diese Maßnahmen werden schon seit vielen Jahren durch die SGD Nord finanziert. Im Bereich Eidenberg sind das etwa 5000 Euro pro Jahr. Dadurch sind die Orchideen, ihre Begleitflora und auch die Insektenwelt bis heute erhalten geblieben.

Abschließend dankte Vizepräsidentin Hermann allen Anwesenden für ihre Arbeit im Naturschutzgebiet. „Biotopbetreuer wie Frau Rosleff Sörensen sorgen dafür, dass die Mittel im Gebiet für geeignete Maßnahmen eingesetzt werden. Dies wird ergänzt durch ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte vor Ort, die Störungen oder auch positive Beobachtungen schnell mitteilen können. Nur durch ihre Mitarbeit ist dieses wunderbare Gebiet so zu erhalten, " so Vizepräsidentin Begoña Hermann abschließend.