Ehrenamtliches Engagement in der SGD Nord gewürdigt

Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Dr. Ulrich Kleemann, händigte drei Persönlichkeiten aus der Region Mittelrhein (Landkreis Ahrweiler), die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz aus. In Vertretung der Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte er die Ordensinsignien an Michael Meyer aus Grafschaft, Klaus Jürgen Neufang aus Sinzig und Hildegard Schneider aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Michael Meyer engagiert sich über viele Jahrzehnte ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche. Er ist Gründungsmitglied des "Vereins zur Förderung der Methode Puppenspiel in der Kriminal- und Verkehrsprävention e. V." (VPKV). Der Verein ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Puppenspielerinnen und Puppenspielern verschiedener Polizeipuppenbühnen. Besondere Verdienste hat er sich nicht nur in seiner dienstlichen Tätigkeit als Leiter der Polizeipuppenbühne Koblenz erworben, sondern diese zielführende und kindgerechte Methode auch in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit voran gebracht. Seit über 20 Jahren ist er ein engagiertes Mitglied im VPKV, fünf Jahre lang war er stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer. Seit 2004 bis heute, ist er VPKV-Repräsentant für Rheinland-Pfalz.

Mit hohem zeitlichem Aufwand setzt er sich für junge Menschen ein. Sei es in den sieben Jahren als Initiator und Betreuer des Jugendsenders Radio 1 Ahr oder als überzeugter Pfadfinder. Seit Anfang der 90er Jahre, ist er bis heute Mitglied bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aktiv. Rund 10 Jahre lang war er Jugendgruppenleiter der Pfadfinderschaft St. Georg – Stamm Grafschaft-Ringen. Seit 18 Jahren ist er Fachreferent der DPSG für die Gruppenleiterausbildung. Auch in den Förderverein DPSG Stamm „Galileo Galilei“ Grafschaft-Ringen bringt er sich als Vorsitzender ein. Seit drei Jahren setzt er sich zudem in der Flüchtlingsarbeit der Gemeinde Grafschaft ein. Und noch ein weiteres Tätigkeitsfeld hat er für sich entdeckt. Er engagiert sich seit sechs Jahren im Sozialwerk der Bundeswehr im Bereich Stressmanagement.

Klaus Jürgen Neufang bringt sich ehrenamtlich für Flüchtlinge ein und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Integrations- und Friedensarbeit in unserer Gesellschaft. Rund zwei Jahrzehnte war er Vorsitzender der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH). Die ÖFH entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Arbeitskreise „Asyl Remagen“ sowie „Asyl Bad Neuenahr“. Schon hier engagierte er sich mit hohem persönlichen Einsatz. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1996 verfolgt der ÖFH das Ziel, Flüchtlingen und Asylbewerbern eine ganzheitliche Unterstützung anzubieten und sie nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu ermutigen, sich langfristig selbst für ihre Belange einzusetzen. Dabei trug er wesentlich dazu bei, die Flüchtlingshilfe zu professionalisieren, ohne dabei die Menschlichkeit gegenüber den Hilfesuchenden zu vergessen. Bei der Mitgliederversammlung der ÖFH im Juni 2015, trat er vom Amt als Vorsitzender zurück. Im Anschluss dran, war er zwei Jahre lang Ehrenvorsitzender des Vereins.

Über 20 Jahre lang wirkte er als Schulpfarrer in Bad Neuenahr. Innerhalb der Kirchengemeinde kümmerte er sich schon frühzeitig um Flüchtlinge und baute den Arbeitskreis Asyl mit auf. Daneben war er in der Partnerschaftsarbeit der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises Koblenz engagiert. Durch regelmäßige Begegnungsfahrten nach Polen und Russland setzte er sich für die Versöhnung und Völkerverständigung ehemaliger Kriegsgegner ein. Mit Schülern besuchte er Auschwitz und erinnerte an die deutsche Verantwortung in der deutsch-jüdischen Geschichte. Er knüpfte für die Kirchengemeinde Bad Neuenahr Kontakte nach Beit Jala zum örtlichen Pfarrer, der in der Nähe von Bethlehem den Bau der Abrahamsherberge vorantrieb. Diese Begegnungsstätte für Christen, Juden und Muslime sollte helfen, dass Verständigung in einer Umgebung von Hass und Vorurteilen wachsen. Die Kirchengemeinde hat den Bau der Herberge auf Ihre Anregung durch Sammlungen unterstützt.  Auch nach seinem beruflichen Ruhestand und dem Engagement im ÖFH bringt er seine Kraft weiterhin in die Arbeit mit und für Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler ein; aktuell im Café Asyl in Sinzig. Christliche Nächstenliebe zeigen und Beispiele gegen Rassismus setzen, sind seine Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren. 

Hildegard Schneider setzt sich mit viel Zeit und Tatkraft im Bereich der Hospiz-Arbeit für ein Leben in Würde, bis zum Tod ein. In ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Hospizbegleiterin ist Sie für Andere da.
Sie ist Gründungsmitglied des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr e.V. Im Zentrum des Vereins stehen die Bedürfnisse der Menschen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung sowie die trauernden Angehörigen. Als gelernte Krankenschwester engagiert Sie sich mit rund 30 Wochenstunden ehrenamtlicher Vereinsarbeit, weit über das zu erwartende Maß hinaus. Seit über 25 Jahren ist sie Mitglied im Verein, der eng mit den Akteuren der medizinischen und pflegerischen Versorgung im Kreis, wie zum Beispiel den Hausärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, zusammenarbeitet. Ab 1995 war Sie vier Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des Vereins mit den Aufgabenschwerpunkten Koordination der Begleitungen von Patienten sowie Begleitung und Unterstützung der von ihr ausgewählten ehrenamtlichen Hospizbegleiter. In dieser Funktion war sie auch Ansprechpartnerin für das Ehrenamt. Ein Jahr lang war sie  Beisitzerin im Vorstand. Im Anschluss daran, übernahm sie ab 2010 erneut das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden, welches Sie bis heute ausfüllt. Sie ist weiterhin Ansprechpartnerin für das Ehrenamt, hält Vorträge, macht Öffentlichkeitsarbeit, organisiert jedes Jahr einen Fortbildungskatalog für das Ehrenamt und arbeitet eng mit der hauptamtlichen Koordinatorin des Vereins zusammen. In der Projektplanungsgruppe „Stationäres Hospiz“ war sie in den Jahren 2014 – 2016 aktiv.

Ihre reiche berufliche Kompetenz hat sie in die Vereinsarbeit einfließen lassen. Als Krankenschwester war Sie 47 Jahre lang im Krankenhaus tätig. Ihr Lebensweg führte Sie nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, wo sie als Pflegedienstleiterin im Krankenhaus Maria Hilf 23 Jahre lang wirkte. Seit dem Jahr 2012 beteiligt sie sich aktiv in der Vorstandsarbeit des Fördervereins Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. Vier Jahre lang war sie  Beisitzerin, seit dem Jahr 2016 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Im Maria Hilf Krankenhaus war sie zudem bei den „Grünen Damen“ tätig. Seit 2013, bis heute ist sie Patientenfürsprecherin im St. Josef-Krankenhaus in Adenau.