Wie wird die Rheinallee Boppard künftig aussehen? SGD Nord stellt prämierte Planungsentwürfe aus

Mit Unterstützung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord initiierte die Stadt Boppard einen europaweit ausgelobten Planungswettbewerb, dessen bestes Ergebnis der Rheinallee in Boppard zu neuem Glanz verhelfen soll. Die vielversprechenden Entwürfe sowie das Siegerkonzept sind von Mittwoch, 4. Mai 2022 bis Mittwoch, 18. Mai montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:30 Uhr und freitags bis 14:30 Uhr in der SGD Nord in Koblenz zu sehen. Der Eintritt ist jeweils bis eine halbe Stunde vor Ende der Besichtigungszeiten möglich.

Die Initiative Baukultur, deren Geschäftsstelle in der SGD Nord angesiedelt ist, begleitete den Wettbewerb, da die Rheinallee ein wichtiger Bestandteil des Welterbes Oberes Mittelrheintal ist. „Die Mitarbeitenden der SGD Nord tragen mit ihrer Expertise dazu bei, dass die baukulturelle Vielfalt des Welterbes erhalten bleibt und auch bei künftigen Projekten angestrebt wird. Wettbewerbe wie dieser haben eine qualitätssichernde Funktion und sind in vielerlei Hinsicht ein Motor für die Entwicklung der Region“, so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Auch Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord und zuständiger Abteilungsleiter, verweist auf die große Bedeutung des Welterbes für die Region: „Wir brauchen ein lebendiges Welterbe. Und dazu müssen wir Orte schaffen, die den Menschen Anreize bieten, unsere Region zu besuchen. Das Siegerkonzept besitzt dieses Potenzial.“ Die Rede ist von dem Entwurf des Berliner Planungsbüros Franz Reschke Landschaftsarchitekten. Dieses setzte sich gegen seine 16 Mitbewerber aus dem In- und Ausland durch, weil es der historischen Kulisse Respekt zollt. Das Konzept übt Zurückhaltung, wo es notwendig ist und setzt dennoch Akzente im Sinne einer deutlichen Attraktivitätssteigerung. An dieser Stelle spielte auch die Bundesgartenschau 2029 eine Rolle, denn die Rheinallee soll sich hier als eines der touristischen Highlights des Welterbes präsentieren können.

Die Entscheidung fällte ein Preisgericht, dem unter anderem renommierte Fachpreisrichter aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Vertreter aller Fraktionen des Bopparder Stadtrates angehörten. Gefördert wurde der Wettbewerb durch das Ministerium der Finanzen mit Mitteln der Baukultur Rheinland-Pfalz. Alle Beteiligten wünschen sich eine zeitnahe Umsetzung des Entwurfs.