Ulrike Dobrowolny erhält Landesverdienstmedaille für außergewöhnliches Engagement in der Trauer- und Hospizarbeit

Ulrike Dobrowolny aus Remagen engagiert sich seit vielen Jahren in herausragender Weise im Bereich der Hospiz- und Trauerarbeit. Mit ihrem Engagement hat sie dafür gesorgt, dass eine große Versorgungslücke in der Region geschlossen werden konnte. Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, verlieh ihr stellvertretend für die Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.

„Ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement dafür sorgen, dass Menschen in schwierigen Situationen Beistand und professionelle Hilfe erfahren. Durch Ihre wichtige Arbeit bleiben den Sterbenden bis zuletzt Würde und Selbstbestimmung erhalten“, würdigte SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis in seiner Laudatio den Verdienst der Beliehenen.

Ulrike Dobrowolny ist seit 2009 Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr und kämpfte im Anschluss viele Jahre für die Errichtung eines stationären Hospizes. 2015 wurde diese Vision Realität. Seither werden im Hospiz jährlich rund 100 Gäste, also schwerst- und todkranke Menschen, intensiv betreut.

Ein weiterer Verdienst der Remagenerin ist die stetige Verbesserung der ambulanten Palliativversorgung in der Region. Dank ihres Engagements können viele sterbende Menschen bis zuletzt in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben und dort dennoch kompetent begleitet werden. All das ist nur möglich, weil Ulrike Dobrowolny viel Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt, um die Zusammenarbeit mit anderen Pflege- und Versorgungsinstanzen zu fördern und zwingend erforderliche Spenden zu gewinnen.

Ihre Hauptaufgabe sieht Ulrike Dobrowolny darin, Menschen an ihrem Lebensende sowie ihre Hinterbliebenen zu begleiten, damit sie nicht alleine sind. Auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal war das für sie ein wichtiges Handlungsziel. In Kooperation mit dem Kreis Ahrweiler und dem Land Rheinland-Pfalz richtete der Hospizverein eine Koordinationsstelle für Trauer- und Traumabegleitung ein, um den Menschen dabei zu helfen, zurück ins Leben zu finden.

Für ihr Engagement sprach ihr Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Frau Dobrowolny im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren ihre Familie, Freunde und Wegbegleiter sowie kommunale Vertreter. Für den Landkreis Ahrweiler war der 1. Beigeordneter Herr Horst Gies stellvertretend für die Landrätin anwesend, für die Stadt Remagen war die Erste Beigeordnete Rita Höppner anwesend.