Trinkwasserversorgung durch die Quellen „Langscheidstal 1, 3 a und 3 b“ in der VG Bad Ems-Nassau im Rhein-Lahn-Kreis gesichert

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat aktuell ein Wasserschutzgebiet für die Quellen „Langscheidstal 1, 3 a und 3 b“ in der Gemarkung Arzbach festgesetzt. Das nördlich der Ortslage Arzbach und südlich der Bundesstraße B 49 liegende Wasserschutzgebiet hat eine Größe von 25,09 Hektar. Das Wasserrecht ist bis zum 31.05.2022 befristet.

Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau als Begünstigter betreibt im Rahmen der Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung eine Vielzahl von Gewinnungsanlagen, u.a. auch die Quellen „Langscheidstal 1, 3 a und 3 b“, welche die Ortsgemeinde Arzbach gemeinsam mit dem Brunnen „Arzbach“ seit dem Jahr 1906 ortsnah mit Trinkwasser versorgen. Die jährlichen Entnahmemengen betragen für alle drei Quellen zusammen 50.000 m³. Die Einspeisung ins Versorgungsnetz erfolgt über den Hochbehälter Arzbach.

Die Abgrenzung der Schutzzonen I, II und III erfolgte auf der Grundlage eines hydrogeologischen Gutachtens. Durch die nach Schutzzonen gestaffelten Verbote, Beschränkungen, Duldungs- und Handlungspflichten wird sichergestellt, dass das Trinkwasser als wichtigstes Lebensmittel dauerhaft vor Beeinträchtigungen geschützt wird. 

Der Entwurf der Rechtsverordnung und die Planunterlagen wurde in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau für einen Monats offengelegt. Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsbeteiligung wurden keine Einwendungen erhoben, sodass die Festsetzung des Schutzgebietes erfolgen kann. 

Durch die Ausweisung des Wasserschutzgebietes wird auch den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) Rechnung getragen. Die Richtlinie soll einen europäischen Gewässerschutz auf einem einheitlichen und hohen Niveau gewährleisten. Zentrales Ziel ist der „gute Zustand“ unserer Oberflächengewässer und des Grundwassers. Hierfür gibt sie vor, nach einheitlichen Kriterien innerhalb der EU einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen.

Die Rechtsverordnung wurde am 30.09.2019 im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz veröffentlicht und ist somit ab 01.10.2019 in Kraft getreten. Die Rechtsverordnung und die topographische Karte zum Schutzgebiet sind auf der Internetseite der SGD Nord unter dem Link s.rlp.de/ELOfi abrufbar.