20 Jahre im Einsatz für eine starke Region. Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Inmitten der Metropolregionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main liegt die Region Koblenz-Mittelrhein – und zwar genau im Herzen Europas, im Norden des Landes Rheinland-Pfalz. Bereits seit 20 Jahren setzt sich die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. zur Stärkung des Selbstbewusstseins in der Region ein. Sie fördert den Wirtschaftsstandort im Wettbewerb mit anderen Regionen und bildet Netzwerke in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr, Kultur, Gesundheit, Tourismus und Sport. In den letzten Jahren hat die Initiative einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der Region geleistet. Warum macht sie dies? Wer im Europa der Regionen und somit auf dem hart umkämpften Standortmarkt bestehen will, muss sich zusammentun: 20 Jahre ehrenamtliche Arbeit für eine starke Entwicklung zum Wohle der Region Koblenz-Mittelrhein. Das zeichnet das ehrenamtliche Engagement der Initiative Region Koblenz-Mittelrein e.V. aus.

Grund genug, dieses Ereignis im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung zu feiern. Nach der Präsentation des neuen Films für die Region resümierte Hans-Jörg Assenmacher: „Wir können stolz sein, auf alles was es in der Region Koblenz-Mittelrhein gibt. Wir müssen unsere Kräfte mobilisieren und in regionalen Dimensionen denken. Genau das ist der Kern unserer Arbeit, für den wir uns bereits seit 20 Jahren engagieren. Heute möchten wir dies auch gebührend feiern und können stolz auf die geleistete Arbeit zurückblicken. Der Rückblick ist gleichzeitig auch eine Verpflichtung diesen Weg weiter zu gestalten“, so Assenmacher, der seit 2016 den Vorsitz des Vereins inne hat.

Zahlreiche Gäste waren in den Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein nach Koblenz gekommen, um die Arbeit des Vereins zu würdigen. So auch Innenminister Roger Lewentz, der selbst in der Region beheimatet ist.

„Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein setzt sich seit zwei Jahrzehnten mit Freude und Begeisterung für ihre Heimat ein. Sie agiert dabei als Partner und Ermöglicher für Kommunen, zivilgesellschaftliche Netzwerke und andere Initiativen und bringt mit ihren mittlerweile knapp 300 Mitgliedern und funktionierenden, verlässlichen Strukturen die ganze Region voran. Als Plattform des Austausches setzt die Initiative wertvolle Impulse und stärkt die Region im Wettbewerb mit anderen Regionen kulturell, touristisch und wirtschaftlich“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Das Land unterstützte diesen regionalen Ansatz gerne. So hätten allein die Kommunen der Region Koblenz-Mittelrhein in den vergangenen zehn Jahren über 787 Millionen Euro aus Mitteln des Innenministeriums erhalten.

In der sich anschließenden Talk-Runde wurde den Fragen nachgegangen, warum es die Gründung des Vereins vor 20 Jahren bedurfte und wie die Idee dazu entstanden war.

Mit der Reform der Landesverwaltungen Ende der 1990er Jahre und der mit ihr einhergehenden Auflösung der Bezirksregierungen kam eine Diskussion auf, dass mit dem Wegfall der Bezirksregierung Koblenz eine regionale Identitätsklammer nicht mehr vorhanden sei. Der erste Präsident der neu geschaffenen Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Hans-Dieter Gassen, konnte in seiner langjährigen regionalen Verbundenheit nicht erkennen, dass es im Norden des Landes überhaupt eine gemeinsame Identität gebe. Seines Erachtens sei es aber alle Mühe wert, sich für eine solche einzusetzen. Arbeitsstrukturen auf ehrenamtlicher Basis seien dafür der richtige Weg. Ziel müsse es sein, die Region zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Ruhr sicht- und wahrnehmbarer zu machen. Dazu führte er mit Prof. Dr. Franz-Josef Heyen, langjähriger Direktor des Landeshauptarchivs, viele Gespräche mit  Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Bei diesen sogenannten „Kamingesprächen“ setzten sie sich mit den Fragen auseinander: Was macht die Region im nördlichen Rheinland-Pfalz aus und fühlen sich die Menschen, die hier leben, mit ihr verbunden? In den Kamingesprächen wurde die Idee geboren, die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. zu gründen. Den Vorsitz des neuen Vereins übernahm Peter Greisler, ehem. Aufsichtsratsvorsitzender der Debeka. Das Ziel war: Die Schaffung einer regionalen Identität für das „nördliche Rheinland-Pfalz“ und dieses Gebiet als prosperierende Region zu behaupten und weiterzuentwickeln.

Als Treiber und Vernetzter sehen sich auch die weiteren Vorstandsmitglieder der Initiative Region Koblenz Mittelrhein e.V. Stellvertretende Vorsitzende der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. sind Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Michael Becher, Wirtschaftsförderer der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Betzdorf AöR und Prof. Dr. Ralf Haderlein, Leiter des Zentrums für Fernstudien im Hochschulverbund und Vizepräsident für Studium und Lehre der Hochschule Koblenz.

Uwe Hüser, ehem. Staatssekretär und Präsident der SGD Nord, unterstützt den Vorstand als Beisitzender.  Peter Greisler, Ehrenvorsitzender der Initiative und Ehrenvorsitzender der Aufsichtsräte der Debeka-Versicherungsgruppe sowie Hans-Dieter Gassen, Ehrenmitglied der Initiative und ehemaliger Gründungspräsident der SGD Nord, stehen dem Vorstand ebenfalls beratend zur Verfügung und Sandra Hansen-Spurzem, Referatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit bei der SGD Nord, führt die Geschäftsstelle der Initiative.

Der Verein mit seinen etwa 300 Mitgliedern legte den Fokus von Beginn an auf die Netzwerkarbeit. Auch heute noch können sich Mitglieder und Interessierte bei gemeinsamen Veranstaltungen, wie beispielsweise Firmenbesuchen, davon überzeugen, wie groß das wirtschaftliche Spektrum der Region Koblenz-Mittelrhein ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, den 1,5 Millionen Menschen, die hier leben zu zeigen, über welche Stärken die Region verfügt. Dies geschieht zum einen in dem Festival Guide der Initiative, der aufzeigt, wie groß der Bereich des Kulturangebotes ist.

Zum anderen zeigt das Magazin SchauRhein welche Möglichkeiten es im touristischen Bereich gibt und informiert über interessante Projekte in der Region.

Das jüngste Produkt, die jobzzone, ist ein besonderes Angebot an junge Menschen, ihre berufliche Zukunft vor Ort zu finden. Den Unternehmen hilft die jobzzone dabei, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Initiative engagiert sich zudem in einer deutschlandweiten Kooperation. Denn ob Nordseeküste, Thüringen, Sauerland oder Allgäu – die Chancen und Herausforderungen ländlicher Räume sind unabhängig von der Lage in Deutschland häufig ganz ähnlich. Deshalb haben sich unter dem Titel „Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen“ insgesamt sieben Regionen zusammengeschlossen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie sie ihre Aufgabe als Entwicklungsorganisationen noch besser wahrnehmen können. Zudem arbeitet die Initiative intensiv daran, eine Regiopolregion zu initiieren und so grenzen aufzulösen. Seit rund zehn Jahren setzt sich das Konzept der Regiopole immer weiter durch. Aus Sicht der Initiative der richtige Weg, an dessen Umsetzung sie mit aller Kraft arbeiten wird.

All diese vielen Bausteine verschaffen ein Stückchen mehr Identität. Wissen was los ist in der Region und auf jeden Fall dazu gehören wollen – das ist die Arbeit der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V.