Umgang mit Hornissen

Im Zusammenhang mit dem Auftreten von Hornissen werden von den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern oft die gleichen Fragen gestellt. Dabei kommt offen oder unterschwellig die Angst vor der Gefährlichkeit und Aggressivität dieser Tiere zum Ausdruck. Gerade in der Spätsommerzeit kann man dieser Insektenart häufig begegnen.

Wir wollen daher einige wichtige Informationen zum Umgang mit Hornissen bekannt geben.

Da Hornissen anders als Bienen und Wespen auf Süßes nicht sonderlich versessen sind, geht in dieser Hinsicht von ihnen nur eine geringe Gefahr aus. Sie ernähren sich vor allem von anderen Insekten, gerne auch von Wespen.

Die Gefahr, von einer Wespe oder von einer Biene gestochen zu werden, ist um ein Vielfaches größer als ein Stich durch eine Hornisse.

Hornissen stechen nur dann, wenn ihr eigenes Leben bedroht ist, daher sollten die Menschen

  • die Nestnähe meiden (bis ca. 4 Meter im Umkreis) und Erschütterungen, Anblasen und schnelle Bewegungen vermeiden;
  • abseits vom Nest keine Panik mit wildem Umsichschlagen aufkommen lassen, sondern Ruhe bewahren, sollte eine Hornisse herumfliegen. Hornissen sind „kurzsichtig“ und schauen sich den Menschen gern im Flug aus der Nähe an, ohne ihn angreifen zu wollen.

Sollte es dennoch zu einem Hornissenstich kommen,  gibt es im Wesentlichen zwei Hauptursachen dafür. Entweder hat der Gestochene nichts von einem Hornissennest gewusst, in dessen Nähe er sich aufhielt und hat sich unbeabsichtigt „falsch“ verhalten oder er wollte eigenmächtig und unerlaubt das Nest beseitigen.

Der Hornissenstich ist dem Stich der Wespe, der Biene oder der Hummel gleichzusetzen und auch so zu behandeln. Hornissenstiche sind, wenn man von allergisch/anaphylaktischen Reaktionen absieht, grundsätzlich für den Menschen nicht gefährlich. Sie sind zwar oft schmerzhafter als Wespenstiche, erreichen jedoch selten die Wirkung eines Bienenstiches.

Hornissen sollte man daher als gutartige und vom Gesetzgeber geschützte Insekten im Haus, Schuppen oder Garten respektieren.

Sollte dennoch die Entfernung eines Hornissennestes notwendig werden, so ist dafür vorab bei uns eine Befreiung einzuholen. Die zuständigen Ansprechpersonen sind rechts oben aufgeführt.

Die Entfernung eines Hornissennestes sollte nur von fachkundigen Personen, wie z. B. von Imkern, Feuerwehr oder einer Fachfirma vorgenommen werden.

Ebenfalls geschützt sind die Hummeln und die Wildbienen sowie zwei in unseren Breiten nur sehr selten vorkommenden Wespenarten.

Nicht geschützt sind daher hier häufigsten Wespenarten, die gemeine und die deutsche Wespe.

Diese können ohne besondere artenschutzrechtliche Genehmigung bekämpft werden.

 

Ansprechpartner/in
Jutta Ott
Tel.: 0261 120-2207

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