Windenergie

Die Landesregierung hat sich dazu entschlossen, bei der Steuerung der Windenergienutzung im Landesentwicklungsprogramm (LEP IV) nachzusteuern und zusätzlich zu den bereits festgelegten Ausschlusstatbeständen weitere Ausschlusstatbestände verbindlich zu regeln.

Durch unmittelbar geltende Ziele der Raumordnung im LEP IV wird die Windenergienutzung künftig ausgeschlossen sein in

  • bestehenden und geplanten Naturschutzgebieten,
  • den Kernzonen der Naturparke,
  • im gesamten Naturpark Pfälzerwald,
  • den Nationalparken,
  • denjenigen Natura 2000- Gebieten, für die die staatliche Vogelschutzwarte und das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht im „Naturschutzfachlichen Rahmen zum Ausbau der Windenegie in Rheinland-Pfalz“ ein sehr hohes Konfliktpotential festgestellt haben,
  • Wasserschutzgebieten der Zone 1,
  • den Kernzonen und dem Rahmenbereich der Welterbegebiete Oberes Mittelrheintal und Obergermanisch-Raetischer Limes,
  • den landesweit bedeutsamen Kulturlandschaften der Bewertungsstufen 1 und 2 sowie
  • Gebieten mit zusammenhängendem altem Laubholzbestand.

Windenergieanlagen dürfen außerdem nur im räumlichen Verbund errichtet werden. Des Weiteren müssen sie einen Mindestabstand zu reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, zu Dorf-, Kern- und Mischgebieten von 1.000 Metern einhalten. Für Windenergieanlagen über 200 Meter Gesamthöhe beträgt der Mindestabstand 1.100 Meter.

Dem sogenannten Repowering wird eine besondere Bedeutung beigemessen.

Die Windenergie konnte aufgrund ihrer technischen Weiterentwicklung zur wirtschaftlichsten Form der regenerativen Energiequellen werden. Die Wirtschaftlichkeit der Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung hängt neben der Anlagentechnik vor allem von der nutzbaren Windgeschwindigkeit ab.

In einem jährlichen Monitoring zum Thema Erneuerbare Energien aus den Daten des Raumordnungskatasters wird die Entwicklung im Bereich der Windenergie im Zuständigkeitsbereich der SGD Nord aufgezeigt und dokumentiert.

Für die Regionen, die Kommunen und die interessierten Bürger und Bürgerinnen werden Hilfestellungen und Informationen zur Verfügung gestellt, wie der Windatlas,  der den aktuellen Kenntnisstand zur Windhöffigkeit in Rheinland-Pfalz widerspiegelt, der Energieatlas der Energieagentur sowie das Energieportal der SGD Nord.

Auf dieser Seite unter Planung und Zulassung finden Sie auch ausführliche Informationen zu den Verfahrensabläufen auf den verschiedenen Stufen des Zulassungsverfahrens für Windenergieanlagen.

Die SGD Nord ist mit ihren Zuständigkeitsbereichen maßgeblich in die Zulassung von Anlagen zur Windenergienutzung eingebunden. Um sachgerechte Entscheidungen treffen zu können ist eine solide Wissensbasis unerlässlich. Die durch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit der betroffenen Fachabteilungen gewonnenen  Informationen und Daten fließen in die Arbeitsabläufe sowie in die Datenbasis des Rauminformationssystems ein, so dass hier zum Thema Windenergie tagesaktuelle Daten und Auswertungen vorliegen, die auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.